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Vereinsgeschichte

 

Sport-Club Buer-Hassel 1919 e. V.

 

Ein Rückblick auf eine wechselvolle Geschichte unseres Vereins.

Stets waren die Verantwortlichen des Vereins bemüht, dem arbeitenden Menschen die Möglichkeit zu verschaffen, bei Sport und Spiel Erholung zu finden, neue Kraft für sein berufliches Tagewerk zu schöpfen und sich auch im sportlichem Wettkampf zu behaupten. Großer Wert wurde auch auf eine intensive Betreuung von Kindern, Schülern und Jugendlichen gelegt, der Verein hat ihnen praktisch ein 2. Heim geboten. Der Ortsteil Buer-Hassel, im Norden Gelsenkirchens gelegen, hat seine besonderen Impulse durch die Schachtanlage Bergmannsglück erhalten, um die sich im Laufe der Jahrzehnte Siedlungshäuser der Bergmänner reihten. Fußballbegeisterte junge Männer wollten anderen Ortsteilen, in denen bereits Fußballvereine gegründet worden waren, nicht nachstehen. Im Monat April unterstützt durch Anschläge auf den Zechen Westerholt und Bergmannsglück in der Gaststätte Heihoff an der Polsumer Straße, die später das erste Vereinslokal wurde, einberufen. Es kann mit einiger Bestimmtheit gesagt werden, dass

                                                 - Karl Magosch Otto Michaelis Max Masur

                                                 - Karl Raffelt, Willi Reuter, Hermann Michaelis,

                                                 - Franz Letmathe, Josef Sabellek, Bernhard Liese

die Initiative dazu ergriffen haben.

 
  Der Ruf einen Sportverein zu gründen, war nicht ungehört verklungen und es waren zur Gründung des

 

Ballspielverein Hassel“

 

erschienen:

Johann Maeltzk,i Gustav Doge, Willi Reuter, Karl Maletzki, Paul Gollny, Otto Michaelis,

Bernhard Liese, Karl Haib, Heini Pöppel, Karl Letmathe, Franz Letmathe, Karl Raffelt,

Karl Magosch, Ewald Maeletzki, Heini Kienold, Hermann Michaelis, Willi Jacobs, Josef, Sabellek.

Es waren in erster Linie Bergleute, die unter größter Aufopferung die notwendigen Mittel herbeischafften, um den Spielbetrieb in Gang zu bringen. So wurde Geld für einen Fußball gesammelt, und da noch keine Spielerkluft vorhanden war, wurden Marineblusen getragen, die die von der Marine Entlassenen zur Verfügung stellten. Die Versammlung wählte einen Vorstand, dem Karl Magosch, Willi ReuterJohann Maletzki und Josef Sabellek angehörten. Verhandlungen mit der Zeche um Gestellung eines geeigneten Spielplatzes verliefen erfolgreich. Es wurde die Pestalozzi-Wiese (im Hasseler Grund) zur Verfügung gestellt, wenngleich auch die Ausmaße und Einfriedungen nicht den Erfordernissen entsprachen. Immerhin konnte der Spielbetrieb starten, und die inzwischen getätigte Aufnahme in den

 

                                                             „Freien Emschertaler Spielverband“

 

brachte die ersten Pflichtspiel zustande, die die weitere Entwicklung günstig beeinflussten. Es ging aufwärts im Verein, denn immer mehr Mitglieder traten dem Verein bei und die Zahl der Zuschauer wuchs. Der inzwischen neu erworbene Sportplatz an der Beckmannswiese, wenngleich auch nur ein unebenes Wiesengelände ohne jegliche Einfriedung, musste für den weiteren Spielbetrieb herhalten. 1920 sah dann der damalige Vorstand sein Bemühen um die Aufnahme in den WSV (Westdeutscher Spiel-Verband) belohnt. Das nachfolgende Foto zeigt die erste organisierte Mannschaft aus dem Jahre 1920.

 
 

Obere Reihe (v. l. n. r.): Doge, Moskolewski, K. Maletzki, E. Teika, Joh. Klimmek, Th. Kiwatschinski, Jakubzik, W. Jacobs;

Untere Reihe (v.l.n.r.): E.Teika, Gust. Wilda, Rich. Quade, Spielführer war Willi Jacobs

 
   

Schon früh erkannte die Vereinsleitung, dass der Auf- und Ausbau des Vereins nur von unten her erfolgreich sein kann. Eine Werbeaktion brachte auch den gewünschten Erfolg und es vergrößerte sich die Mitgliederzahl, so dass man neben einer 1. Elf noch eine zweite Stamm-Mannschaft sowie eine erste und zweite Jugendmannschaft melden konnte. Johann Schymurra, der zu dieser Zeit den Vorsitz führte, war zusammen mit seinen Getreuen unermüdlich für den Verein tätig (1920). 

In diese Zeit fällt auch die namentliche Umbenennung des BV Hassel in

                                                             

                                                          „Sport-Club Buer-Hassel 1919“

 

Im Gegensatz zu den heutigen Traditionsfarben --grün-weiß-- wurde eine neue einheitliche Spielerkluft in schwarzgelb angeschafft.

 

Spielplatznot ein modernes Problem?

Schon damals (1921) konnte man keine passende Bleibe finden für den damals ohnehin verpönten und nicht gesellschaftsfähigen Fußballsport. Trotzdem gelang es, ein neues Sportgelände aus Privatbesitz bei Büning an der Polsumer Straße, gegenüber dem Vereinslokal Heihoff, für den Verein anzumieten. In kürzester Zeit konnte dieses Gelände dank der freiwilligen Mitarbeit sämtlicher Mitglieder, zu einem Sportplatz ausgebaut werden.  Erinnert sei an das große Freundschaftsspiel zu Ostern 1921, das auf diesem neuen Platz gegen Berlin-Lichterfelde, einer führenden Liga-Mannschaft, ausgetragen wurde, das aber knapp mit 0:1 verloren ging.

 

Aufstieg in die B-Klasse

Erstmals sah Hassel den Strom tausender sportbegeisterter Zuschauer von nah und fern. Das Prestige des Vereins wuchs zusehends über die Stadtgrenzen hinaus, und für manchen sind die schönsten Spiele noch in bester Erinnerung. So wurden die Mühen 1921/1922 mit dem Aufstieg in die B-Klasse belohnt. Der sich immer mehr entwickelnde Straßenverkehr zwang den SC Hassel, wieder einen neuen Sportplatz anzulegen. Die schussgewaltigen Spieler des SC Hassel gefährdeten die Sicherheit dadurch, dass sie den Ball bis auf die Polsumer Straße in die Nähe der dort vorbei fahrenden Straßenbahnen schossen und die Polizei verbot kurzerhand das Fußballspiel auf dem Platz.  Ein unbezähmbarer Idealismus und das Bekenntnis zum Sport fanden auch aus dieser schwierigen Situation einen Ausweg und es wurde ein Gelände hinter der Gaststätte Heihoff gepachtet – es sollte für einige Zeit Mittelpunkt des sportlichem Geschehens in Hassel sein. In unermüdlicher Arbeit wurde in kürzester Zeit der erste mit einer zwei Meter hohen Bretterumzäunung und den vorgeschriebenen Ausmaßen ausgestattete Sportplatz hergestellt.  Aber schon nach einem Jahr musste auch hier aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse der Spielbetrieb eingestellt werden. 1923 hatte der Vorstand aber schon ein neues Gelände ausgekundschaftet und der Sport-Club Hassel 1919 „zog um“ zum

 

Katharinawäldchen“

 
 

 

1. Mannschaft 1922 (v.l.n.r.): Kassierer Gebhard Siebald, 1. Vositzender J. Schymurra, Schiedsrichter, J. Sikorra, A. Laza,

W. Michaelis, W. Moskolewski, G. Jakubzik, F. Emmler, W. Sikorrra, H. Liese, H. Gründel, R. Christowszik, F. Bloch,

Geschäftsführer W. Reuter, G. Klimmek

 
   

Durch Neueinteilung des Westdeutschen Fußball-Verbandes im Jahre 1923 war es der 1. Mannschaft auf Grund ihrer sportlichen Fähigkeiten vergönnt, mit zur A-Klasse aufzusteigen. Die nun einsetzenden harten Meisterschaftsspiele ergaben, dass Beckhausen 05 und der SC Hassel als Spitzenreiter punktgleich ein Ausscheidungsspiel auf neutralem Platz (Horst) austragen mussten. Tausende von Zuschauern sahen in diesem Spiel bei sengender Hitze die Hasseler Elf erst in der zweiten Verlängerung als Sieger mit 5 : 4 Toren hervorgehen. Das entscheidene Tor erzielte Alfred Laza. Die Spieler wurden jubelnd von ihren Anhängern umringt und auf den Schultern vom Platz getragen, es war ein Freudentag für Hassel.

Die Aufzeichnungen der Vereinsgeschichte hat sicherlich noch manche Lücke. Um so glücklicherist aber der Umstand, dass Fotos aus dieser Zeit vorhanden sind. von denen das Folgende aus dem Jahre 19/27/1928 stammt.

 
 

 

1. Mannschaft Spieljahr 1927/1928 (v.l.n.r.): Spielausschuss Kößling und B. Klohs, T. Polotzek, E. Netz, W. Polotzek, W. Michaelis, K. Seiler, H. Kluck, F. Emmler, Bruster, J. Kalutzni, F. Wagner, K. Magosch, W. Moschkolewski

 

 
   

Der Zeitabschnitt von 1929 bis 1933 vverlief trotz der Wirtschaftskrise erfolgreich. In der Generalversammlung vom 06. Januar 1933 wurde Erich Lampret zum 1. Vorsitzenden gewählt und mit Ihm sind Namen wie Adolf Herrmann, Willy Hofterheide und Jupp Heep genannt, die es allesamt verstanden haben, den Verein trotz der allgemeinen Notlage (Erwerbslosigkeit) in guter Position zu halten.

So konnte dann im Spieljahr 1933/1934 die 1. Mannschaft, nachdem sie Kreismeister geworden war, in die Bezirksklasse aufsteigen, musste aber in den Jahren darauf wieder absteigen. Fritz Liese, Emil Pawellek und Erich Stange wurden zu Auswahllehrgängen berufen, die unter der Leitung von Sepp Herberger standen. Fritz Liese und Erich Stange sollten sogar in den Kreis der Nationalmannschaft aufgenommen werden, hatten aber das Pech, dass sie krank wurden und nicht spielen konnten.

In dieser Zeit wurde auch eine Handballabteilung gegründet, die aber nach einem Jahr wieder aufgelöst werden musste.

 
 

 

 

1. Mannschaft Kreismeister 1933/1934. (v.l.n.r.): Polotzek, Grage, Stange, Pawellek, Netz, Michaelis, R. Michel, Fr. Liese, Buhl, Herrmann, Mühlberg, Fischer

 

 
   

Interessant ist die Tatsache, dass infolge des neuen politischen Kurses, der auch auf den Sportbetrieb Einfluss nahm, der Vorsitzende des Vereins „Führer“ genannt wurde. Nach der Machtübernahme waren leider einige Nachbarvereine bemüht, den SC Hassel aufzulösen, da sie anscheinend dem Verein die Erfolge nicht gönnten. Heinz Scherkamp ist es zu verdanken, dass der Verein bestehen bleiben konnte. Er selbst wurde von der Gauleitung als kommissarischer Leiter des Vereins eingesetzt.

 

Im gleichen Zusammenhang stand auch die Verschmelzung (1937) des alten Sport-Clubs mit dem Werkssportverein Bergmannsglück. Das starke Aufkommen der Werkssportvereine wirkte sich durch die kaum noch erträglichen Spielerabwerbungen derart aus, dass der Zusammenschluss praktisch aufgezwungen wurde. Fortan wurde unter dem Namen

 

Betriebssportgemeinschaft Bergmannsglück“

 gespielt.

 

Im Spieljahr 1937/1938 wurde die 1. Mannschaft wieder Kreismeister und stieg in die Bezirksklasse auf.

 
 

 

 

1. Mannschaft Kresimeister 1937/1938 (v.l.n.r.) Vorsitzender K. Maul, Geschäftsführer A. Herrmann, B. Koslowski, F. Tomandl, R. Jezersek, K. Sinkovec, H. Stange, R. Zislik, W. Klimmek, A. Pawellek, E. Stange, E. Schaffrinski, F. Barczik, Eder, Fennschröer, H. Hartwig

 

 
   

Inzwischen wirkten sich die Einberufungen zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht negativ auf den Spielbetrieb aus. Gute Spieler mussten ersetzt werden. Es begann eine schwere Zeit für alle Vereine.

Obwohl das Mannschaftsgefüge der Zeit entsprechend gut war, konnte der Abstieg aus der Bezirksklasse nicht verhindert werden. Im Jahre 1942 erfolgte dann die Trennung von der Betriebssportgemeinschaft Bergmannsglück, und der alte Sport-Club fasste wieder Fuß. Einige der aktiven Spieler waren zum Wehrdienst einberufen, durch Zugänge von stationierten Wehrmachtsangehörigen, die  als Gastspieler mitwirkten, erkämpfte sich die 1. Mannschaft im Spieljahr 1942/1943 den Aufstieg in die Bezirksklasse und im Spieljahr 1943/1944 sogar den Aufstieg in die höchste Klasse, die Gauklasse. Als einer der letzten Vereine neben Bochum 48, Schalke 04, SV Herne, Spgg. Erkenschwick, Alemannia Gelsenkirchen und Sportgemeinschaft Wattenscheid musste auch der SC Hassel durch immer größer werdende Schwierigkeiten den Spielbetrieb einstellen. Auch die letzten Spieler wurden zur Wehrmacht einberufen.

 
 

 

 

Die 1. Mannschaft in den Kriegsjahren 1942-1944, die den Aufstieg in die Bezirksklasse und die Gauklasse schaffte, (v.l.n.r.): Biskup, Eder, Hippel, E. Stange, Klimmek, Sinkovec, Tomandl, Schlafzig, Albert, Kohs, B. Und F. Koslowski, Tomalla, Lutz, 1. Vorsitzender G. Schürbusch

 
   

Es folgte nun die große Wende innerhalb der Vereinsgeschichte. Nach dem Zusammenbruch fand sich der alte Stamm schnell wieder zusammen. Große Schwierigkeiten mussten überwunden werden. Schneller als erwartet kam der gesamte Spielbetrieb in Fluss. Der neu ins Leben gerufene Westfälische Fußballverband nahm die Neueinteilung der einzelnen Gruppen und Klassen vor. Nach dem Entscheid dieser Instanz wurde der SC-Hassel trotz wiederholter Einsprüche zurückgestuft.

Jahrein, jahraus kämpfte der Sport-Club um den Aufstieg, und obwohl die Mannschaft immer an der Spitze der Tabelle zu finden war musste sie im entscheidenden Endspurt durch irgendwelche Missgeschicke oder andere Umstände den Aufstieg den Kontrahenten überlassen.

 

Der im Jahre 1948 neu verpflichtete Trainer Luxen hatte sich bestens bewährt, erkämpfte doch die 1. Mannschaft unter seiner Leitung in überzeugender Weise die Gruppenmeisterschaft und den Aufstiegsrundenmeister.

 

 
 

 

 

1. Mannschaft 1948/1949 (Aufstieg in die Landesliga) (v.l.n.r.): A. Zaler, W. Saalbach, W. Klimmek, E. Landwehr, R. Pawlinka, R. Orl, J. Kos,   S.   Zipfel, F. Koslowski, W. Sommer, H. Pawellek, K. Schmissek, Traine Luxen

 

Gleich im nächsten Jahr (1949/1950) schaffte die nur geringfügig veränderte Mannschaft den Aufstieg in die Verbandsliga.

 
 

 

 

1. Mannschaft 1949/1950 (Meister der Landesliga) (v.l.n.r.): Trainer Thelen, Klimmek, Saalbach, Landwehr, F. Koslowski, Kiwatschinski, Sommer, Neumann, Kos, Orl, Zipfel, Niggemeier, Zaler

 

 
  In der Blütezeit des Hasseler Sport-Clubs, in der man davon träumte, in das Lager der Vertragsspieler zu wechseln, kam der große Rückschlag durch das Abwandern der populärsten Spieler der 1. Mannschaft. Wieder Krisenzeit und wieder Spielerabwanderungen machten den Verbleib in der Verbandsliga unmöglich.

Der Sport-Club hatte sich im Laufe der letzten Jahre einen klangvollen Namen gemacht. Besonders in den Vordergrund getreten war er erst in den Nachkriegsjahren. Die Mannschaft stand oft vor dem letzten Sprung in die höchste Spielklasse.

War zum Schluss der Saison die Mannschaft spielstark und gleichbleibend in ihren Leistungen, wurde sie prompt in der folgenden Sommerpause durch die Abgänge ihrer Besten auseinandergerissen. Das Erstaunliche aber in all den langen Jahren war, dass die Verantwortlichen sich trotzdem mit ungebrochener Kraft der Vereinstätigkeit hingaben.

1953/1954 konnte die 1. Mannschaft, nachdem sie im Vorjahr abgestiegen war, wieder in die höchste Amateurliga aufsteigen.

Nach Beendigung der Saison 1955/1956, in der unsere Mannschaft den 7. Tabellenplatz erreicht hatte, wurde eine neue Amateuroberliga, die Verbandsliga, gebildet. Der 7. Platz berechtigte zur Teilnahme an Ausscheidungsspielen. Leider standen diese Spiele unter einem ungünstigen Stern, so dass die vorzügliche Arbeit von Trainer Breuer nicht belohnt wurde. Bei den Spielen um den „Buerschen Wanderpokal“ konnten wir Zweiter werden. Zu beginn der Saison 1956/1957 verließ Trainer Breuer auf eigenen Wunsch den Verein.

Als neuen Übungsleiter verpflichtete man Bernd Wischmeier. Unter seiner Trainingsarbeit wurde die 1. Mannschaft Meister in der Landesliga und stieg in die Verbandsliga auf. Leider gelang es der Elf nicht, sich in dieser Klasse zu behaupten. Der Grund lag vor allem darin, dass die Trainingsstunden von den Spielern nur schwach besucht waren. 

 
   

 

1. Mannschaft 1956/1957 (Meister der Landesliga) v.l.n.r: H. Paltian, A. Kleinwächter, H. Rauer, K. Thiel, G. Borowicz, W. Faber, K. Seeger, E. Stenda, A. Szeblewski, F. Stader, W. Niggmeier

 
  40jähriges Jubiläum und Aufstieg in die Verbandsliga

So musste in der Saison 1958/1959 erneut der Anlauf unternommen werden, Meister der Landesliga zu werden. Da das 40jährige Vereinsjubiläum bevorstand, wollte man nichts unversucht lassen, um neben diesem Fest auch den Aufstieg feiern zu können. Dank der vorbildlichen Arbeit des Jugendleiters Reisinger konnten fünf Jugendspieler, Amrehn, Kreuz, Martin, Pawellek und Zogalla in die 1. Mannschaft eingebaut werden. Die Mischung zwischen Jung und alt wurde ein voller Erfolg. Schon im viertletzten Spiel stand der Gewinn der Meisterschaft fest, obwohl nach Beendigung der 1. Serie Stammtorwart Werner Rudnik in einem Freundschaftsspiel gegen Spvg. Röhlinghausen der Tod ereilte. Der SC Hassel verlor mit ihm einen vorbildlichen Kamaraden und einen seiner besten Spieler. Walter Saalach, der sich schon auf sein „Altenteil“ gesetzt hatte, zog noch einmal die Fußballstiefel an und hütete erfolgreich das Tor.

 
 

 

 

1. Mannschaft 1958/1959 (Meister Landesliga) v.l.n.r.: W. Faber, W. Saalbach, H. Rauer, j. Kreuz, M. Zogalla, R. Pawellek, G. Borowicz, U. Martin H. Amrehn, E. Stolowski, H. Gaigalat

 

 
   

Neue Turnhalle für das Wintertaining

Die Saison 1959/1960 verlief leider weniger erfolgreich, so dass der Abstieg in die Landesliga nicht verhindert werden konnte.

In der Saison 1960/1961 hatte die 1. Mannschaft große Mühe, sich in der Landesliga zu behaupten. Dagegen gelang der 2. Mannschaft der Aufstieg in die 1. Kreisklasse.

Bis zu dieser Saison mussten die Spieler bei Schnee und Regen im Freien trainieren. Als Mitte 1960 die Lüttinghofschule mit einer Turnhalle eingeweiht wurde, stellte die Stadt Gelsenkirchen diese unserem Verein zum regelmäßigen Training in den Wintermonaten zur Verfügung.

Die Saison 1962/1963 brachte keine bedeutungsvollen Änderungen. Die 1. Mannschaft erreichte den 6. Tabellenplatz. Es wurde allgemein festgestellt, dass der Verein die schlechteste Sportplatzanlage in der Landesliga besitzt. Der Vorstand nahm diese Tatsache zum Anlass, an die Stadt die Bitte heran zu tragen, dem Verein einen neuen Sportplatz zu bauen.

 

Beitragserhöhung für Vereinsmitglieder

Die finanzielle Lage des Vereins hatte sich aufgrund der in den letzten Jahren mäßigen Leistungen der 1. Mannschaft sehr verschlechtert. Die Vereinsführung war gezwungen im Februar 1964 eine außerordentliche Jahresversammlung einzuberufen und den Vorschlag zu unterbreiten, die seit Gründung des Vereins noch nicht gestiegenen Mitglieds-beiträge auf 2. DM für Kinder, 3 DM für Jugendliche und 4 DM für Erwachsene zu erhöhen.

Dieser Vorschlag wurde nach eingehender Diskussion angenommen.

Als Folge der Beitragserhöhung traten in der Saison 1963/1964 viele Mitglieder aus dem Verein aus. Allerdings hatte der Vorstand auch beschlossen, diejenigen passiven Mitglieder, die mehrere Monate mit der Beitragzahlung im Rückstand lagen, aus dem Verein auszuschließen, wenn sie keine Bereitschaft zeigten, die Beiträge nachzuzahlen. So kam es, dass der Verein insgesamt 100 Mitglieder verlor. Trotz allem gelang es, einen ausgeglichenen Kassenbestand zu erreichen.

Trainer wurde für das Spieljahr 1964/1965 Herr Nowak. Gleichzeitig wählte man ein neues Vereinslokal. Während bisher die Gaststätte Heihoff (Inhaber E. Muhs) als Ort für Versammlungen, Spielersitzungen und Festlichkeiten diente, sollte hierfür zukünftig die Gaststätte Emschermann (Inhaber W. Eckert) in Anspruch genommen werden.

Der Vorstand wurde beauftragt, mit „Arminia Hassel“ Kontakt aufzunehmen und die Frage zu klären, ob eine Fusion beider Vereine möglich ist. Nachdem es anfänglich noch aussah, als ob diese Fusion zu Stande kommen würde, wurde schließlich doch keine Einigung erzielt. Der Sport-Club war für einen Zusammenschluss, „Arminia Hassel“ lehnte jedoch ab und ging später eine Fusion mit DJK 24 Hassel ein.

Die 1. Mannschaft traf das bittere Los, abzusteigen und in der Saison 1965/1966 in der Bezirksklasse zu spielen. Auch die 2. Mannschaft konnte sich nicht in der 1. Kreisklasse halten.

Neuer Trainer wurde Friedhelm Niggemeier, der aus dem Verein hervorgegangen und zuletzt Vertragsspieler beim STV Horst gewesen war. Er trat ein schweres Amt an, dennoch gelang es ihm, den Klassenverbleib in der Bezirksklasse zu erhalten.

 

Im Jahre 1966 legte Erich Landwehr sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. An seine Seite trat der Stadtverordnete Karl-Heinz Mross. Außerdem wurden Leonhard Bergermann, Helmut Kulka, Uwe Martin, Helmut Groth und Horst Bitter in den Vorstand gewählt. Auf Grund des guten Verständnisses innerhalb des Vorstandes und der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Trainer und den Spielern wurde das Spieljahr 1966/1967 zu einem Jahr des Wiederaufbaus und der inneren Festigung.

 Die 1. Mannschaft verpasste nur um einen Punkt den Wiederaufstieg in die Landesliga. Auch im DFB-Pokal schnitt sie hervorragend ab. Erst in der Verlängerung hat der spätere Deutsch Amateurmeister, STV Horst Emscher, unsere Mannschaft mit 5: 4 Toren schlagen können.

Einweihung des neuen Sportplatzes

Am 07. Juni 1967 wurde der neue Sportplatz (Asche) an der Lüttinhofschule mit einem Freundschaftsspiel gegen Resse 08 offiziell eingeweiht. Damit war der erste Schritt zur Verwirklichung der geplanten Bezirkssportanlage getan.

Ein Ereignis von besonderer Bedeutung sollte hier nicht unerwähnt bleiben.

Am 15. November 1967 wurde die neue Flutlichtanlage mit einem Spiel gegen die Bundesligamannschaft Schalke 04 eingeweiht. Schalke gewann nach einem begeisternden Spiel beider Mannschaften vor knapp 3000 Zuschauern nur mit 3 : 2 Toren.

 

Aufstieg in die Landesliga

In der Saison 1967/1968 setzte sich die 1. Mannschaft sehr bald an die Spitze der Tabelle in der Bezirksklasse. Es gelang ihr auch, diese Spitzenposition zu behaupten, so dass der Wiederaufstieg in die Landesliga geschafft wurde.

 
 

 

1. Mannschaft 1967/68 (Meister Bezirksklasse) obere Reihe v.l.n.r: K. H. Mross, F. Eder, M. Gralla, J. Kreuz, H. Eiterich,P. Szczesny, H. Szczesny, L. Bergermann – mittlere Reihe: F. Niggemeier, J. Zimmek, W. Faber, H. Wengler, H. Bitter, U. Martin – untere Reihe: K. Neugebauer, M. Hinz, A. Puzicha, J. Welskop

 

 
  Die Erfolgsserie im Jahre 1968 wurde durch denn Gewinn des Buerschen Wanderpokals fortgesetzt. Das Endspiel gegen Westfalia Buer konnten wir mit 1 : 0 gewinnen. Das Spiel um die Stadtmeisterschaft gegen SC Gelsenkirchen 07 ging dagegen recht unglücklich mit 4 : 3 verloren.

Wiederaufstieg in die höchste Amateurliga

Vor Beginn der Saison 1968/1969 trennte der Verein sich in gutem Einvernehmen von dem erfolgreichen Trainer Niggemeier. An seine Stelle trat Willi Klein, der vorher viele Jahre Vertragsspieler bei Eintracht Gelsenkirchen gewesen war. Er verstand es ausgezeichnet, seine Erfahrungen an die Spieler weiter zu vermitteln und sie sonntags auf den jeweiligen Gegner taktisch richtig einzustellen. Hinzu kam, dass keine Spieler der Mannschaft, die den Aufstieg in die Landesliga errungen hatte, den Verein verließ. Lediglich Walter Faber beendete seine Laufbahn als Fußballspieler. Er hat über 15 Jahre ununterbrochen in der 1. Mannschaft gespielt. Seine Treue zum SC Hassel ist fast ohne Beispiel und verdient ein besonders Lob.

Mit 46 : 14 Punkten konnte überlegen die Meisterschaft in der Landesliga errungen werden. Bereits nach dem viertletzten Spiel stand der Aufstieg in die Verbandsliga fest. 

 
 

 

 

Meister der Landesliga Gruppe IV im Spieljahr 1968/1969 (obere Reihe v.l.n.r.): U. Martin, K.-H. Mross, H. Eiterich, H. Wengler, J. Kreuz, R. Ulbrich, P. Szczesny, F. Eder, H. Szczesny, W. Klein, H. Bitter, L. Bergermann (mittlere Reihe): R. Schröter, M. Galla, M. Samsel, (untere Reihe): O. Annuhs, M. Hinz, I. Puzicha, J. Welskop, J. Zimmek 

 
   

Besonders erfreulich war die Tatsache, dass dieser Wiederaufstieg in die höchste Amateurklasse in das Jahr des 50-jährigen Vereinsjubiläums fiel, so dass zwei Feste gleichzeitig gefeiert werden konnten. Die Festwoche mit einigen Fußball-Turnieren und Freundschaftsspielen sowie dem großen Jubiläumsball in einem Festzelt wurde zu einem vollen Erfolg.

Im 1. Jahr der Zugehörigkeit zur Verbandsliga erreichte die Elf um Trainer Willi Klein einen achtbaren 4. Platz, in der Saison 1970/1971 wurde der 5. Tabellenplatz erkämpft und auch in der darauffolgenden Spielsaison belegte die Mannschaft wiederum den 5. Platz.

Ehrung der Meistermannschaft 1968/1969

Die Jugendabteilung ehrte die Mannschaft, die den Aufstieg in die Amateuroberliga errungen hatte, mit Blumensträußen und einem Siegerkranz.

 
   

 

(v.l.nr.: K. H. Mross, H. Szczesny, J. Welskop, L. Bergermann, R. Schröter, J. Puzicha, M. Samsel, P. Szczesny, R. Ulbrich, M. Hinz, O. Annuhs, M. Gralla, H. Eiterich, J. Kreuz

 
   

Gründung einer Tischtennisabteilung

 

Als im Jahre 1970 auf Initiative von Waldemar Steinert die Tischtennisgemeinschaft von DJK Arminia Hassel sowie eine Hobbygruppe von Tischtennisspielern unserem Verein den Vorschlag unterbreitete, eine Tischtennisabteilung zu gründen, war der erste Schritt vom Monoverein zum Mehrzweckverein getan. Der damalige Vorstand war sofort mit dem Vorschlag einverstanden, der Beschluss über die Gründung einer Tischtennisabteilung war schnell herbeigeführt. Über die weitere Entwicklung dieser Abteilung wird an anderer Stelle auf dieser Homepage berichtet.

 

SC Hassel spielt um die Deutsche Amateurmeisterschaft

 

Die Saison 1972/1973 wurde zu einer der erfolgreichsten in der bisherigen Vereinsgeschichte. Vor dem letzten Spieltag stand der VFB Bielefeld mit 2 Punkten Vorsprung vor dem SC Hassel an der Spitze der Tabelle. Der Zufall wollte es, dass die letzte Spielpaarung der Meisterschaftsrunde

SC Hassel – VFB Bielefeld hieß. Vor einer Rekordkulisse von knapp 5000 Zuschauern setzte sich der SC Hassel erst in den Schlussminuten durch und siegte nach einem Bombenfreistoßtor aus ca. 30 Metern Entfernung von Jürgen Kreuz und einem Treffer von Torjäger Heinz Rudloff mit 3 : 1 Toren, der 1. Torschütze war Peter Riediger. Damit wurde ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft im Hammer Jahnstadion fällig, das leider recht unglücklich mit 3 : 1 Toren verloren ging.

Als Zweiter der Verbandsliga Westfalen musste der SC Hassel ein weiteres Entscheidungsspiel in Werdohl gegen den VFL Klafeld-Geisweid um die Teilnahme an den Spielen zur Deutschen Amateurmeisterschaft austragen. Erst in der Verlängerung – nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es 1 : 1 – gewann der SC Hassel mit 5 : 1 Toren. Zwar trauerte man in Hassel etwas dem verpassten Aufstieg zur Regionalliga (Vertragsfußball) nach, die Teilnahme um die Deutsche Amateurmeisterschaft war aber mehr als nur ein Trostpflaster.

Mit dem ESV Ingolstadt kam der Vertreter Bayerns in das Stadion an der Löchterheide, in dem der SC Hassel seit Beginn der Saison 1972/1973 die Meisterschaftsspiele austragen musste, weil er selber nicht über einen Rasenplatz verfügte. Vor einer für die Bedeutung des Spieles sehr enttäuschenden Kulisse von nur 2300 Zuschauern ging der ESV Ingolstadt mit 2 : 0 Toren in Führung, bevor erst in der 73. Minute Heinz Rudloff der Anschlusstreffer gelang. Dieser Spielder war es auch, der mit einem Hattrick den SC Hassel mit 3 : 2 in Führung brachte, die von Rolf Piechkamp noch auf 4 : 2 Tore ausgebaut wurde. In den Schlussminuten verkürzte Ingolstadt auf 4 : 3.

 
 

 

 

Die Mannschaft vor dem Heimspiel gegen Ingolstadt(v.l.n.r): G. Kedziora, R. Piechkamp, P. Szczesny, W. Tonk, W. Leske, J. Pohl, H. Rudloff, H. Wengler, O. Annuhs, G. Brakebusch, J. Kreuz

 
 

 

 

Die Mannschaft, die den Einzug in die Spiele um die Deutsche Amateurmeisterschaft erkämpfte: (hinten v.l.n.r) E. Widdra, P. Szczesny, O. Annuhs, W. Joswig, J. Pohl, H. Rudloff, R. Piechkamp, H. Wengler, J. Kreuz, W. Klein, H. Bitter, (vorne): W. Leske, F. J. Homann, H. Mollenhauer, G. Brakebusch, G. Kedziora, P. Riediger (es fehlt W. Tonk)

 

 
   

Das Rückspiel in Ingolstadt stand unter einem unglücklichen Stern, zumal Werner Tonk wegen seines Platzverweises im Hinspiel und Jürgen Kreuz wegen einer Verletzung fehlten. Bis zur Halbzeit konnte das Spiel dennoch ausgeglichen gestaltet werden und Torjäger Heinz Rudloff gelang sogar kurz nach der Halbzeit das 0 : 1. Danach drehten aber die Ingolstädter mächtig auf und sie erzielten noch 2 Tore, so dass eine Verlängerung notwendig wurde. Hier reichte die Kondition der Hasseler nicht mehr aus, um das Spiel noch aus dem Feuer zu reißen. Am Ende hieß es 4 : 1 für den ESV Ingolstadt.

Es bleibt noch nachzutragen, dass der SC Hassel im Jahre 1972 den Buerschen Wanderpokal gewann und am 15.10.1972 im Spiel um den Gelsenkirchener Stadtpokal den Sportclub Gelsenkirchen 07 mit 3 : 1 Toren besiegte.

 

Verjüngung brachte keinen Erfolg 

Nach Abschluss der Saison 1972/1973 machte die Vereinsführung des SC Hassel den entscheidenen Fehler, auf die älteren, erfahrenen Spieler wie Horst Wengler , Gerd Kedziora und Otto Annuhs (er wurde bereits am 11.03.1973 nach über 400 Spielen für den SC Hassel verabschiedet) zu verzichten. Diese Entscheidung lag auch darin begründet, dass trotz der erfolgreichen Saison 72/73 die zweite Serie nur mit 16 : 14 Punkten beendet worden war, während die 1. Serie noch mit 25 : 5 Punkten abgeschlossen werden konnte. Außerdem verließen mit Torjäger Heinz Rudloff, Peter Riediger und Rolf Piechkamp drei wichtige Spieler den Verein. So kam es, dass die Mannschaft im Jahre 1974 in die Landesliga absteigen musste. Trainer Willi Klein verließ nach seiner überwiegend erfolgreichen Arbeit den Verein und man verpflichtete als neuen Trainer Jürgen Kreuz, der inzwischen seinen Trainerschein erworben hatte und vom aktiven Sport zurückgetreten war.

 
 

 

 Vorsitzender Karl Heinz Mross verabschiedete Annuhs, der über 400 Spiele für den SC Hassel bestritten hat. Im Bild sind zu erkennen (v.l.n.r) G. Kedziorra, K.H. Mross, H. Rudloff, O. Annuhs, R. Piechkamp, U. Martin (Geschäftsführer) und H. Wengler

 
  Auch im Vorstand gab es einige Veränderungen, Karl-Heinz Mross, der während der Saison 1973/74 aus beruflichen Gründen sein Amt niedergelegt hat, wurde von dem damaligen Geschäftsführer Uwe Martin als Vorsitzender abgelöst. Neuer Geschäftsführer wurde Heinz Stork, das Amt des 2. Geschäftsführers übernahm Egon Lieblang. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wählte man wieder Willy Langenfeld und Leonhard Bergermann. Hauptkassierer blieb Helmut Groth, der später von Karl Stork jun. Abgelöst wurde. Als Spielobmann agierte nach wie vor Horst Bitter.

Trotz aller Anstrengungen des neuen Vorstandes gelang es nicht, die Klassenzugehörigkeit zur Landesliga zu erhalten, so dass 1975 der bittere Weg in die Bezirksklasse gegangen werden musste.

Gründung einer Gymnastikabteilung im Jahre 1975 

Während der Errichtung einer neuen Dreifach-Turnhalle an der Schule am Röttgersweg kam dem Vorstand die Idee, eine Gymnastikabteilung zu gründen und zunächst zwei Gruppen für Damen und Kinder von 6 – 12 Jahren zu bilden. Die Stadt Gelsenkirchen stellte dankenswerterweise sofort entsprechende Übungsstunden zur Verfügung und schon bald wurde der Zulauf zu diesen Gruppen so stark, dass ein Aufnahmestopp verfügt werden musste. Über die weitere Entwicklung der Gymnastikabteilung wird an anderer Stelle dieser Homepage berichtet.

 

Denkwürdiges Entscheidungsspiel gegen Spvgg Marl 

Vor der Saison 1975/1976 zeichnete sich durch den Gewinn des Buerschen Wanderpokals schon eine deutliche Leistungssteigerung der 1. Mannschaft ab. Positiv war außerdem der Aufstieg der 2. Mannschaft in die 1. Kreisklasse zu bewerten. Die Saison 1975/76 verlief auch sehr erfolgsversprechend. Vor dem vorletzten Spiel gegen SSV Buer 07/28 auf eigenem Platz führte der SC Hassel mit einem Punkt Vorsprung die Tabelle an. Erstaunlicher Weise legte die SSV Buer in diesem Spiel einen ungeahnten Kampfeswillen an den Tag. Am Ende hieß es leider nur 2 : 2. So musste ein Entscheidungsspiel zwischen dem SC Hassel und der Spvgg. Marl im Ellerbruchstadion in Hervest-Dorsten ausgetragen werden. Vor gut 4000 Zuschauern sah es zunächst nach einem deutlichen Sieg des SC Hassel aus, der mit 2 : 0 Toren in Führung ging. Doch dann wendete sich das Blatt und die Spvgg. Marl gewann das Spiel dank ihres hervorragenden Spielmachers Reinhold Wosab (ehemaliger Bundesligaspieler) schließlich mit 7 : 4 Toren. Dieses Spiel wird vielen unvergessen bleiben, es war eine großartige Werbung für den Amateurfußball.  

Im Jahre 1976 konnte wieder der Buersche Wanderpokal gewonnen werden. Das Spiel um die Stadtmeisterschaft gegen FC Schalke 04 (Amateure) ging allerdings mit 5 : 2 verloren.

Aufstieg in die Landesliga 

Zur Halbzeit der Saison 1976/1977 lag die 1. Mannschaft des SC Hassel mit 23 : 9 Punkten nur an der 3. Stelle der Tabelle. In der Rückrunde steigerte sie sich aber so sehr, dass sie nur noch 4 Punkte abgab und sich mit insgesamt 51 : 13 Punkten die Meisterschaft in der Bezirksklasse sicherte. 

 
 

 

Aufsteiger in die Landesliga im Jahre 1977 (hinten v.l.n.r) M. Streit, U. Kwyas, W. Gmeiner, H.-G. Lange, H. Lange, P. Leske, P. Riediger, R. Ulbrich, W. Kasper, (vorne) J. Maik, R. Windisch, H. Mollenhauer, R. Stommel, F. Draxler

 

 
  Neue Wege der Öffentlichkeitsabreit

Im Herbst 1976 stetzte sich der Vorstand mit dem damals engagierten Mietgliedern Udo Ehrke und Jürgen Siefert zusammen, um die Öffentlichkeitsarbeit, die sehr im Argen lag, zu intensivieren. So wurde zunächst an alle Haushalte in Hassel ein Faltblatt verteilt, in dem der SC Buer-Hassel seine verschiedenen Abteilungen der Öffentlichkeit vorstellte. Außerdem beschloss man, monatlich eine Vereinszeitschrift mit einer Auflage von 2000 Exemplaren herauszugeben. Nach umfangreichen Vorarbeiten erschien die erste Ausgabe im Januar 1977. Allen Skeptikern zum Trotz ist diese Vereinszeitschrift lange Zeit zum festen Bestandteil des Vereinsleben geworden.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurde ein Aufkleber herausgegeben, der an zahlreichen Autos unserer treuen Anhänger zu sehen war und auf unseren Verein in allen Landen aufmerksam machte.

Außerdem hatte sich der Vorstand dazu entschlossen, bei den Heimspielen der 1. Mannschaft Imbisswaren anzubieten, um dadurch neue Geldquellen zu erschließen. Es wurden zwei Verkaufswagen von Fritz Mross besorgt, die dankenswerterweise von einigen Mitgliedern in mühevoller Arbeit repariert und überholt wurden. Max Pausch erklärte sich bereit, den Verkauf der Waren zu organisieren. Ihm und seinen Helferinnen und Helfern sei an dieser Stelle ein besonderer Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz ausgesprochen.

Die Zahl der Mitglieder stieg zum 01.01.1977 auf 708 Personen an.

 
 

  

Das war die erste Ausgabe unserer Vereinszeitschrift

 

 
   

Die Bezirkssportanlage an der Lüttinghofstraße ist endlich fertiggestellt  

Der 31.05.1977 wird als besonderer Tag in die Vereinsgeschichte eingehen. An diesem Tag wurde der neue Rasenplatz mit Tribüne und Nebenanlagen offiziell seiner Bestimmung übergeben. Im Rahmen einer Sportwoche bestritt die 1. Mannschaft an diesem Tag ein Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten FC Gelsenkirchen-Schalke 04, das die Schalker knapp mit 4 : 3 gewannen. Wir haben in Hassel sehr lange auf die Fertigstellung der Bezirkssportanlage warten müssen, letzten Endes sind wir aber froh und glücklich darüber, dass die Stadt uns eine solch herrliche Anlage zur Verfügung gestellt hat. Hier gilt dem Rat und der Verwaltung der Stadt Gelsenkirchen unserer besonderer Dank.

 
 

 

 

Die Bezirkssportanlage Lüttinghof ist endlich fertiggestellt. 

 

 
  Das während dieser Sportwoche ausgetragene Spiel der „Ehemaligen“ gegen die „Alten“ Hasseler begeisterte die Zuschauer, die ein trickreiches und technisch brillantes Spiel sahen. Nach einer 4 : 1 Führung der „Ehemaligen“ fehlte diesen Spielern am Ende die Kondition und die „Alten Herren“erzielten noch ein für sie recht schmeichelhaftes 4 : 4. Von der Einnahme wurde der Schule für Körperbehinderte an der Lasthausstraße zwei Fußball-Kicker-Automaten gespendet.  
 

 

Der Vergleich zwischen den ehemaligen Hasseler Spieler und der Alt-Herren-Mannschaft endete 4 : 4. Auf dem Gruppenfoto sind zu erkennen (stehend v.l.n.r): Schiedsrichter K. Niewierra, H. Rauer, W. Heep, J. Kreuz, R. Pawellek, H. Sell, M. Kreuz, R. Pawellek, H. Sell,M. Kreuz, W. Herz, U. Martin, M. Zabach, H. Widdra, A. Kleinwächter, F. Stader, M. Hinz, H. Szczesny, J. Welskop (vorne), W. Faber, G. Brakebusch, F. Niggemeier, M. Eichner, D. Pomorin, D. Formella, D. Makulski, A. Szeblewski, F. J. Homann, K. Seeger

 

 
   „Buersche Wanderpokal“ bleibt endgültig in Hassel

Am 15.06.1977 konnte zum 3. Mal hintereinander der Buersche Wanderpokal gewonnen werden,was bisher noch keinem anderen Verein gelungen war. Der Pokal ging damit endgültig in den Besitz des SC Buer-Hassel über. Auch bei der Stadtmeisterschaft blieb der SC Hassel siegreich. Die erstmals ausgetragene Kreismeisterschaft zwischen den Stadtmeistern Gelsenkirchens und Gladbecks wurde ebenfalls zu einem Erfolg für den SCH, der Adler Ellinghorst klar mit 4 : 0 besiegte.

 

Gründung einer Basketball- und Tischtennisabteilung im Jahre 1977

Als dem Vorstand von Bodo Rohman der Vorschlag unterbreitet wurde, eine Basketballabteilung zu gründen, war man sich schnell einig und fasste einen entsprechenden Beschluss. Auch hier stellte das Sportamt die notwendigen Übungszeiten in der Turnhalle am Röttgersweg zur Verfügung.

Außerdem wurde eine Tennisabteilung mit dem Ziel gegründet, die von der Stadt Gelsenkirchen innerhalb der Bezirkssportanlage errichteten Tennisplätze zu nutzen. Über beide Sportabteilungen wird an anderer Stelle dieser Homepage berichtet.

Das erste Jahr der Zugehörigkeit zur Landesliga schloss die 1. Fußballmannschaft mit dem 6. Tabellenplatz ab. Zum 01.01.1978 gehörten dem Verein bereits 960 Mitglieder an. (Fußball 583, Tischtennis 70, Gymnastik 159, Tennis 100, Basketball 48)

In der Saison 1978/79 hofften die Fußballer auf den Aufstieg in die Verbandsliga, leider belegte die ELF nur den undankbaren 2. Tabellenplatz hinter TuS Haltern. 

 
 

 

 

Die 1. Mannschaft in der Spielsaison 1978/79 (hinten v. l. n.r.) M. Streit, R. Ulbrich, K. Ellingen, F. Draxler, H-G Lange, K. Kokott, D. Arning, W. Kasper, R. Wolters, Betreuer H. Schimanski, Masseur D. Koppe, R. Windisch, U. Schaffrinski, R. Stommel, O. Klack, D. Kohnke, S. Ilk

 

 
  Das 60jährige Vereinsjubiläum wurde zünftig gefeiert

 

In der Zeit vom 02. bis 10. Juni 1979 fand eine Festwoche aus Anlass des 60jährigen Vereinsbestehens statt. Vorsitzender Uwe Martin hatte eine sehr ansprechende Festschrift mit 76 Seiten Umfang erstellt, vom Gesamtvorstand wurde ein interessantes Programm für die Festwoche auf die Beine gestellt. Leider musste das fest eingeplante Freundschaftsspiel unserer 1. Mannschaft gegen den Bundesligisten FC Schalke 04 ausfallen, weil Schalke noch nicht endgültig vor dem Abstieg gerettet war.

Einer der Höhepunkte war die Feierstunde zum 60. Jubiläum. Die von Oberstadtdirektor Prof. Dr. Meya gehaltene Festrede begeisterte die Zuhörer und die Lieder des Gesangvereines Harmonie Hassel bildeten einen würdigen Rahmen für diese Feierstunde.

Der Jubiläumsball in der Mehrzweckhalle Polsum übertraf alle Erwartungen. Die Halle war voll besetzt und die Dekoration, für die Klaus Niesporek verantwortlich zeichnete, war eine Augenweide.

Den Abschluss bildete ein Fußballspiel von ehemaligen Spielern des SC Hassel gegen die Altherrenmannschaft.  

 
 

 

Während des 60jährigen Vereinsjubiläum wurden die ältesten Mitglieder aus der Grünerzeit des SC Buer-Hassel geehrt; v.l.n.r. Herrmann Liese, Festredner Oberstadtdirektor Prof. Dr. Meya, Adolf Herrmann, Vorsitzender Uwe Martin, Karl Hundertmark

 
 

 

Die ehemaligen Hasseler nach dem Jubiläumsspiel 1979 gegen die Alten Herren: hinten v.l.n.r. M. Kreuz, R. Pawellek, L. Itzek, W. Faber, H. van Haaren (Gast), H. Sell, H. Wengler, vorne J. Kreuz, K. Gruttmann, G. Brakebusch, M. Eichner, U. Martin, J. Welskop

 
   

1000 Mitglieder – Großverein SC Hassel

 Im Herbst 1979 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben mit dem Ziel, das 1000ste Mitglied für unseren Verein zu werben. Am 06.11.1979 konnte dann Kurt Nanko als 1000stes Mitglied aufgenommen werden, dem ein schöner Präsentkorb überreicht wurde. Otto Annuhs gewann als Sieger des Wettbewerbs ein tragbares Fernsehgerät. Der SC Hassel konnte sich ab diesem Zeitpunkt zu den Großvereinen zählen!!  

 
   

Vorsitzender Uwe Martin (links) überreicht Kurt Nanko (rechts) den Präsentkorb und Otto Annuhs (zweiter von rechts) das Fernsehgerät

Die Teilnehmer am Seniorentreff (v.l.n.r.): O. Annuhs, K. Stork, R. Warde, J. Kreuz, E. Stange, R. Jezersek (verdeckt), K. Bulizek, H. Liese, A. Jedinski, F. Mross, E. Doktor, K. Nanko, P. Sopczak, H. Borkowski, H. Stork, O. Pflaumenbaum, U. Martin, W. Langenfeld – vorne F. Tomandl

 
  Seniorentreff

Ende 1979 wurde ein Seniorentreff eingerichtet, zu dem der Vorstand 59 Mitglieder, die 60 Jahre und älter waren, eingeladen hatte. Dieses Treffen erfreute sich anfangs großer Beliebtheit, es wurde zunächst in regelmäßigen Abständen durchgeführt, als aber die Teilnehmerzahl immer geringer wurde, musste das Treffen schließlich eingestellt werden. 

 
   

Die Teilnehmer am Seniorentreff (v.l.n.r.): O. Annuhs, K. Stork, R. Warde, J. Kreuz, E. Stange, R. Jezersek (verdeckt), K. Bulizek, H. Liese, A. Jedinski, F. Mross, E. Doktor, K. Nanko, P. Sopczak, H. Borkowski, H. Stork, O. Pflaumenbaum, U. Martin, W. Langenfeld – vorne F. Tomandl

 
  Auszeichnung der Fußball-Jugendabteilung  

Eine großartige Auszeichnung erhielt unsere Fußball-Jugendabteilung. Sie wurde für eine vorbildliche Jugend- und Nachwuchsarbeit von der Sepp-Herberber-Stiftung am 07.01.1980 geehrt. Es war die erste Auszeichnung für einen Fußballverein im Kreis Gelsenkirchen. Den Grundstein für dir erfolgreiche Jugendarbeit hatte Herbert Wischnewski gelegt, der sich hierfür besondere Verdienste erworben hat.

Bandenwerbung

Die Saison 1979/80 schloss die 1. Mannschaft mit dem unbefriedigenden 10. Tabellenplatz ab.

Vor Beginn der neuen Saison beschloss die Fußballabteilung, die Bandenwerbung am Rasenplatz der Sportplatzanlage in Angriff zu nehmen, um mit Hilfe der Werbeeinnahmen spielstarke Fußballer für die 1. Mannschaft verpflichten zu können. Es hat sich rückblickend gezeigt, dass es ein sehr mühevoller Weg war, genügend Firmen für die Bandenwerbung zu gewinnen. So hat es über 10 Jahre gedauert, bis wir sämtliche Werbeflächen um den Rasenplatz vermietet hatten. Hier ist besonders Dr. Reinhard Ellenbrecht zu loben, der sehr erfolgreich die Werbetrommel gerührt hat. Aber auch Jürgen Krautwald gilt an dieser Stelle unser Dank, der praktisch sämtliche Banden (inzwischen über 700 Meter) in ungezählten Stunden – und dieses ohne finanzielle Entschädigung den Wünschen der Firmen entsprechend hergestellt hat.

NEUE VEREINSSATZUNG

Nach Beendigung der Spielserien 1980/81 und 1981/82 belegte die 1. Fußballmannschaft in der Landesliga jeweils nur den 2. Tabellenplatz.

Am 02.06.1981 wurde eine neue Vereinssatzung verabschiedet, die die Satzungskommision, bestehen aus Uwe Martin, Leonhard Bergermann, Heinz Stork, Friedhelm Luka und Olaf Bartels, in mühevoller Arbeit entworfen hatte. Diese Satzung war insbesondere auf unseren Großverein mit dem damals fünf Sportabteilungen ausgerichtet.

Einführung der „Elektronischen Datenverarbeitung“

Mitte 1982, nach dem Tod des langjährigen Hauskassierers Karl Stork, beschloss der Vorstand die Einführung der „Elektronischen Datenverarbeitung“ EDV. Gemeinsam mit der Stadt-Sparkasse Gelsenkirchen wurden verschiedene Programme entwickelt. Ein Hauptziel bestand darin, zukünftig die Mitgliederbeiträge nicht mehr von den Hauskassierern, sondern über die Stadt-Sparkasse per Lastschriftverfahren einziehen zu lassen. Es war ein mühevoller Weg, bis die meisten unserer Mitglieder überredet werden konnten, die Einzugsermächtigung zu unterschreiben. 

 
   

 

Nach der Saison 1981/82 belegte diese Mannschaft den undankbaren 2. Platz in der Landesliga; hinten v. l. n. r.: Trainer J. Kreuz, K. Tonk, M. Stiller, R. Immand, W. Nienhaus, K. Kokott, Betreuer H. Schiemanski, vorne: L. Widlak O. Klack, R. Windisch, K. Rohde, W. Joswig, Ch. Widlak

 

 
 

KARL HUNDERTMARK 

Am 27.11.1982 verstarb unser damals mit 85 Jahren älteste Vereinsmitglied Karl Hundertmark. Er gehörte 1919 zu den Mitbegründern des Vereines und hielt diesem 63 Jahre lang bis zu seinem Tode die Treue. Nachdem er zunächst als Jugendleiter fungierte, wurde er 1928 zum 1. Vorsitzenden gewählt; dieses Amt übte er zwei Jahre aus. Danach war er in verschiedenen Funktionen tätig und 1952 übernahm er nochmals für zwei Jahre das Amt des Vorsitzenden. Mitte 1975 wurde Karl Hundertmark zum Ehrenmitglied ernannt.

 
 

Schaffung von Vereinsvermögen 

Am 09.02.1983 wurde der erste Spatenstich für den Neubau von drei vereinseigenen Aschetennisplätzen auf der Bezirkssportanlage Lüttinghof durchgeführt.; diese Plätze sind am 30.04.1983 eingeweiht worden. Sie wurden größtenteils aus Mitteln der Tennisabteilung finanziert , das Land NRW, der Landessportbund und die Stadt Gelsenkirchen gewährten Zuschüsse. Bedeutungsvoll ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass der SC Hassel erstmalig in der Vereinsgeschichte hohe Investitionen getätigt und Vereinsvermögen geschaffen hat. Dieses gilt auch für die Tennishütte, die am 28.04.1984 eingeweiht werden konnte. Seit diesem Zeitpunkt  brauchen die Tennisspieler bei Regen nicht mehr unter den Bäumen Schutz suchen, sondern sie können sich in der gemütlichen Hütte aufhalten, in der im Laufe der Jahre zahlreiche zünftige Feste gefeiert wurden.

 
 

 

1. Spatenstich für den Neubau von drei Aschetennisplätzen auf der Bezirkssportanlage an der Lüttinghofstraße. An diesem für unseren Verein, insbesondere für die Tennisabteilung bedeutungsvollem Ereignis nahmen zahlreiche Vertreter des Rates und der Stadt Gelsenkirchen sowie viele Vereinsmitglieder teil. Mit dem Spaten in der Hand sind zu erkennen (v.l.n.r.): Vorsitzender U. Martin, Sportdezernent E. Neumann, Bürgermeister G. Rehberg und Bürgermeister E. Rossa

 

 

 

ADOLF DIETERMANN 

Adolf Dietermann, der am 01.04.1983 im Alter von 83 Jahren verstorben war, gehörte nach dem 2. Weltkrieg mit einer kleinen Unterbrechung bis 1972 als Stadtverordneter dem Rat der Stadt Gelsenkirchen an und wurde 1964 zum Bürgermeister gewählt. Seit Beginn seiner politischen Tätigkeit hat sich Adolf Dietermann insbesondere um die Lösung von Problemen im Ortsteil Hassel gekümmert. Seine heimliche Liebe war schon immer der SC Hassel, dem er seit vielen Jahren als Mitglied angehörte. Ihm ist es zu verdanken, dass vor Aufgabe des Sportplatzes „Am Katharinenwäldchen“ ein Planungskonzept für den Neubau der Bezirkssportanlage an der Lüttinghofstraße entwickelt und der Neubau später realisiert worden ist. Nachdem 1967 ein Ascheplatz fertiggestellt worden war, konnte 1977 die gesamte Bezirkssportanlage für den Sportbetrieb freigegeben werden.

 

Adolf-Dietermann Turnier 

Im Juli / August 1983 wurde erstmalig das Adolf Dietermann Gedächtnis Turnier im Fußball durchgeführt. Dieses Turnier war viele Jahre eine ständige Einrichtung.

 

 
 

Aufstieg in die Verbandsliga und Wahl zur Mannschaft des Jahres 1984 

Die 1. Mannschaft wurde für die Saison 1983/84 der Gruppe 3 zugeteilt, die für unsere Zuschauer weniger attraktiv war. Zum Ende der Hinrunde setzte sich das Team an die Tabellenspitze, u. a. konnte das Lokalderby gegen Erle 08 vor 1300 Zuschauern mit 5 : 1 Toren gewonnen werden. Am Ende war der Aufstieg in die Verbandsliga erreicht. Diese erfolgreiche Mannschaft wurde von einem Wahlgremium, das sich aus jeweils drei Vertretern des Sportausschusses, des Stadtsportbundes und der Sportpresse zusammensetzte, zur Mannschaft des Jahres 1984 gewählt und anlässlich eines Sportlerballes von der Stadt Gelsenkirchen geehrt.

Anfang 1984 gehörtem unserem Verein 1184 Mitglieder an, die sich wie folgt aufteilten:

Fußball 605, Tennis 254, Gymnastik 179, Basketball 77 und Tischtennis 69. 

In der Saison 1984/85 erreichte unsere 1. Mannschaft punktgleich mit dem SV Verl den 2. Platz in der Verbandsliga. Die Entscheidungsspiele um die Vizemeisterschaft endeten mit einem 3 : 0 Sieg in Hassel und einer 2 : 7 Niederlage in Verl.

In der Saison 1985/86 belegte unsere Mannschaft den 5. Platz.

 
  Nach Beendigung der Saison, 1983/84 war der Aufstieg in die Verbandsliga geschafft; hinten v.l.n.r: W. N ienhaus, F. Birwer, T. Bodmer, C. Kreuz, D. Reipa, M. Peitz, K. Link, D. Teimel; vorne: K. Rhode, F. Szeblewski, D. Gajewski, H. W. Balzuweit, D. Friedrich es fehlen: M. Stiller, B. Hogenkamp, A. Wilkinm K. Tonk   
 

Ehrung der Mannschaft des Jahres 1984; hinten v.l.n.r.: E. Liedtke, K. Rhode, D. Friedrich; M. Stiller; K. Link; T. Kortmann; M. Peitz; M. Staubach; A. Wilkin; H. Jahnke; vorne: D. Teimel, O. Thon, B. Strecke, W. Nienhaus, C. Kreuz, B. Hogenkamp, F. Birwer, J. Kreuz

 

 
  Adolf Hermann 

Am 18. Februar 1986 verstarb Adolf Hermann, der seit 1920 Mitglied unseres Vereines gewesen war und Anfang der 30er Jahre die Geschäftsführung übernommen hatte. Ihm war es zu verdanken, dass der Sportclub bis zur Saison 1943/44 trotz der Kriegsjahre den Sportbetrieb aufrecht erhalten konnte. Nach Kriegsende war er sehr darum bemüht, den Spielbetrieb wieder aufleben zu lassen. Bis Ende der 40er Jahre war er noch als Geschäftsführer tätig, um dann diese Funktion in andere Hände zu legen.

 
 

 

Nach dem Stand von 01.01.1985 gehörten 1225 Mitglieder dem Verein an, es war also eine stetige Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen.

Aufstieg in die Amateuroberliga 

In der Saison 1986/87 setzte sich die neu formierte 1. Fußballmannschaft bereits nach dem 12. Spieltag an die Tabellenspitze, belegte anschließend immer einen Platz unter den 4 besten Teams, am Ende sprang wieder nur der undankbare 2. Platz heraus. Dieser Platz berechtigte jedoch noch zur Teilnahme an einer Relegationsrunde um den Aufstieg in die Amateuroberliga. Nach einem 4 :1 Sieg gegen Hüsten 09 reichte der Mannschaft vor 3200 Zuschauern auf der heimischen Sportanlage Lüttinghof ein viel umjubeltes 1 : 1 gegen den SC Langendreer zum Aufstieg; das entscheidene Tor erzielte Thomas Kortmann.

1987 – Erfolgreichstes Jahr in der Vereinsgeschichte

Das Jahr 1987 war das bisher erfolgreichste Jahr in unserer Vereinsgeschichte. Die 1. Fußballmannschaft stieg in die Amateuroberliga, die höchste Klasse im Amateurfußball, auf, die C Junioren (12 bis 14 Jahre) wurde Westdeutscher Meister!!! (diesen Titel hatten bis dahin nur Mannschaften von Bundesligavereinen errungen), die D-Junioren errangen die Kreismeisterschaft.

Aber auch die anderen Sportabteilungen meldeten hervorragende Ergebnisse. Die 1. Herren, 2. Herren- und die Damenmannschaft der Tennisabteilung schafften jeweils den Aufstieg in die höhere Spielklasse, die 1. Herrenmannschaft der Basketballabteilung stieg in die Landesliga auf, die 3. Herrenmannschaft der Tischtennisabteilung konnte in die erste Kreisklasse aufsteigen., der TT-Jugendmannschaft gelang der Aufstieg in die Bezirksjugendklasse und schließlich haben einige Kinder der Gymnastikabteilung bei einem Bezirkskinderturnierfest in ihren Jahrgangsklassen hervorragende Plätze errungen.

 

Spielerverpflichtungen ein Volltreffer 

Die 1. Fußballmannschaft hatte in der Amateuroberliga große Startschwierigkeiten und belegte nach Beendigung der Hinrunde 1987/88 den letzten Tabellenplatz. Die Verantwortlichen in der Fußballabteilung wollten aber mit aller Macht den sofortigen Wiederabstieg verhindern und verpflichteten kurz entschlossen Torwart Marcus Croonen von Preußen Münster und Mittelstürmer Dirk Thomczik vom FC Bocholt. Beide Verpflichtungen erwiesen sich als absolute Volltreffer. Mit beiden Spielern erzielte die Mannschaft in der Rückrunde bei insgesamt 12 Spielen 19 : 5 Punkte und 26 : 10 Tore und belegte am Ende den 7. Tabellenplatz.

Als es Mitte 1988 immer schwerer wurde, Inserenten für die Vereinszeitung zu gewinnen und deren Finanzierung nicht mehr gesichert war, entschloss sich der Vorstand, die Erstellung der Vereinszeitung einer Firma zu übertragen. Leider wurden die hohen Erwartungen des Vorstandes nicht erfüllt und die Zeitung war nicht mehr Spiegelbild des Gesamtvereines, sondern höchstens der Fußballabteilung. Da eine mehrjährige vertragliche Bindung bestand, konnte man erst Mitte 1991 aus dem Vertrag aussteigen und die Vereinszeitung wieder in eigener Regie erstellen.

Die Spielsaison 1988/89 verlief weniger erfolgreich. Belegte die Mannschaft nach 23 Spieltagen noch einen achtbaren 8. Tabellenplatz mit 23:23 Punkten, so musste sie zum Schluß noch um den Klassenerhalt bangen und konnte nur ganz knapp den Abstieg verhindern.

 

Trainerwechsel

Jürgen Kreuz signalisierte frühzeitig, dass er aus persönlichen Gründen für die Saison 1989/90 als Trainer nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Seit 1974 war er als Trainer für die sportlichen Belange der 1. Mannschaft verantwortlich. 15 Jahre ununterbrochen Trainer einer Fußballmannschaft zu sein, ist schon eine hervorragende und rekordverdächtige Leistung, die es verdient, besonders gewürdigt zu werden.

Trainer Jürgen Kreuz 

„Jüsch“, der von 1948 bis 1960 sämtliche Stationen vom Schüler bis zum Seniorenspieler beim SC Hassel durchlief, danach als Vertragsspieler zum SSV Hagen wechselte, für ein Jahr zum SC Hassel zurückkehrte, anschließend drei Jahre lang für DJK Gütersloh spielte und danach nur noch in Diensten des SC Hassel stand, übernahm das Traineramt von Willi „Fidschi“ Klein. Den Abstieg in die Bezirksliga konnte Jüsch, der sogar noch einmal als Spieler reaktiviert wurde, zwar nicht verhindern, doch von da an ging es nur noch bergauf. Unter der sportlichen Leitung von Jürgen Kreuz übersprang der SC Hassel die Hürden der Bezirksliga, Landesliga und Verbandsliga, Höhepunkt der Kreuz´schen Bilanz war 1987 der Aufstieg in die Amateuroberliga. Ungezählt die zahlreichen Gewinne des Buerschen Wanderpokals, die errungenen Stadtmeister- und Kreismeisterschaftstitel. Mit Jürgen Kreuz als Trainer wurden die Fußballer des SC Hassel sogar zur Mannschaft des Jahres 1984 gewählt.

 
 

Trainerwechsel

Jürgen Kreuz signalisierte frühzeitig, dass er aus persönlichen Gründen für die Saison 1989/90 als Trainer nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Seit 1974 war er als Trainer für die sportlichen Belange der 1. Mannschaft verantwortlich. 15 Jahre ununterbrochen Trainer einer Fußballmannschaft zu sein, ist schon eine hervorragende und rekordverdächtige Leistung, die es verdient, besonders gewürdigt zu werden.

Trainer Jürgen Kreuz 

„Jüsch“, der von 1948 bis 1960 sämtliche Stationen vom Schüler bis zum Seniorenspieler beim SC Hassel durchlief, danach als Vertragsspieler zum SSV Hagen wechselte, für ein Jahr zum SC Hassel zurückkehrte, anschließend drei Jahre lang für DJK Gütersloh spielte und danach nur noch in Diensten des SC Hassel stand, übernahm das Traineramt von Willi „Fidschi“ Klein. Den Abstieg in die Bezirksliga konnte Jüsch, der sogar noch einmal als Spieler reaktiviert wurde, zwar nicht verhindern, doch von da an ging es nur noch bergauf. Unter der sportlichen Leitung von Jürgen Kreuz übersprang der SC Hassel die Hürden der Bezirksliga, Landesliga und Verbandsliga, Höhepunkt der Kreuz´schen Bilanz war 1987 der Aufstieg in die Amateuroberliga. Ungezählt die zahlreichen Gewinne des Buerschen Wanderpokals, die errungenen Stadtmeister- und Kreismeisterschaftstitel. Mit Jürgen Kreuz als Trainer wurden die Fußballer des SC Hassel sogar zur Mannschaft des Jahres 1984 gewählt.

 

 

 
   

 

Die Mannschaft in der Rückrunde 1987/88; hinten v.l.n.r.: Betreuer P. Gräser, P. Ehmke, F. Birwer, C. Kreuz, E. Liedtke, S. Pöhler, F. Grundmann, M. Stiller, G. Sobzak, M. Peitz, M. Dier, Co-Trainer

Otto Annuhs; vorne : M. Schwarzer, T. Kortmann, D. Thomczik, H. Kaminski, F. Erwig, M. Croonen, A. Wilkin, J. Kulms, M. Staubach, A. Schäfer, Ch. Schleebach

 
  Eine stolze und wohl einmalige Bilanz eines Trainers einer Amateurmannschaft. Sein Nachfolger, der auch aktiver Spieler in der 1. Mannschaft gewesen war, trat sein Amt daher nicht unter sehr günstigen Voraussetzungen an. Bereits nach dem 6. Spieltag rangierte seine Elf auf dem letzten Tabellenplatz, am Ende konnte der Abstieg mit dem 12. Tabellenplatz auf Grund der besseren Tordifferenz ganz knapp verhindert werden.

 

Beitragserhöhung

Nachdem letztmalig im Jahre 1983 die Mitgliederbeiträge erhöht worden waren, sah sich der Vorstand gezwungen, der Jahreshauptversammlung im Jahre 1989 eine Beitragserhöhung vorzuschlagen, die dann auch beschlossen wurde und zum 01.07.89 in Kraft trat:

 

Jugendliche bis 14 Jahre 2,50 auf 4,00 DM

Jugendliche bis 18 Jahre 3,50 auf 4,00 DM

Erwachsene von 5,00 auf 7,00 DM

 

Nach dem Stand vom 01.01.1990 verfügte unser Verein über 1308 Mitglieder.

 

Grün-Weiße-Nacht“

Anfang 1990 machte sich der Hauptvorstand Gedanken darüber, wie er seine zahlreichen erwachsenen Mitglieder fester an den Verein binden könnte. Es wurde beschlossen, eine „Grün-Weiße-Nacht“ in der Mehrzweckhalle an der Polsumer Str. durchzuführen, um das gesellige Beisammensein zu fördren und den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, sich näher kennenzulernen. Die Grün-Weiße-Nächte waren tolle Erfolge. 

 
   

 

Die von unserem Mitglied Frank Rumlich für die „grün-Weiße-Nacht“ hervorragend dekorierte Mehrzweckhalle an der Polsumer Str.

 
 

 

Herrmann Liese

Am 23.01.1990 verstarb im Alter von fast 85 Jahren unser Ehrenvorsitzender Herrmann Liese. Als 14jähriger Schüler war er bereits bei der Gründerversammlung für unseren Sportverein anwesend, konnte aber auf Grund seines Alters nicht als Gründer aufgeführt werden, ist aber schon damals dem Verein beigetreten. Herrmann Liese war war aktiver Fußballer, widmete sich später dem Schiedsrichteramt und leitete Spiele der höchsten Amateurklasse. Anfang der 50er Jahre übernahm er das Amt des 1. Vorstizenden. Für seine Verdienste um den Fußballsport im SC Hassel wurde Hermann Liese 1979 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 

 
 

Trainer Kreuz wird wieder verpflichtet 

Der Start in die Saison 1990/91 verlief mit 0 : 8 Punkten recht enttäuschend für die 1. Mannschaft. Als die Elf auch nach Beendigung der Hinrunde am Tabellenende rangierte, sah sich der Fußballabteilungsvorstand gezwungen, mit einem bis dahin im eigenen Verein ungeschriebenen Gesetz zu brechen, nämlich mit dem, niemals einen Trainer vor dem Saisonende zu entlassen. Doch der vorletzte Tabellenplatz und eine Negativserie, die kaum Aussicht auf Besserung in sich barg, zwangen die Verantwortlichen zum Umdenken: Jacky Lange, der in seinen 1 ½ Jahren Trainertätigkeit am Lüttinghof zwar engagiert, aber recht glücklos agierte, musste gehen. Als Nachfolger und Vorgänger von Jacky Lange sollte Jürgen Kreuz den SC Hassel noch vor dem drohenden Abstieg aus der Fußball-Oberliga retten. Dieser so sehnliche Wunsch wurde aber nicht erfüllt. Auch Jüsch konnte den Abstiegn nicht verhindern. 

 

Verschönerung der Bezirkssportanlage 

Bereits 1989 hatte unser Mitglied Klaus Wahl in mühevoller Arbeit den Schriftzug „Sportanlage Lüttinghof“ auf den Kassenhäusern im Eingangsbereich der Sportanlage montiert. Nachdem im Frühjahr 1991 durch die tatkräftige Mithilfe unserer Mitglieder Klaus Wahl, Egon Stolowski, Jürgen Ulrich, Richard Deppner und Jürgen Krautwald ein sehr modernes, auf Stelzen stehendes Häuschen für den Stadionsprecher und für Rundfunk- und Fernsehreporter in Eigeninitiative und ohne Lohnkosten errichtet worden war, wurde im Herbst 1991 unter Mithilfe der Mitglieder Jürgen Krautwald, Klaus Wahl, Egon Stolowski, Richard Deppner, Karl Wittenberg und Jürgen Ullrich im Eingangsbereich der Sportanlage eine funkgeführte Analoguhr mit vollautomatischer Zeiteinstellung und vier Zeitanzeigen aufgestellt. Diese Beispiele machen deutlich, dass der Verein stets bemüht war und ist, durch Eigeninitiative und auf eigene Kosten die Bezirkssportanlage Lüttinghof zu einem Schmuckstück auszubauen. 

 
   

 

Die Stadionuhr und die Sprecherkabine

 

 
  Gründung einer Volleyballabteilung im Jahre 1991

Im November 1991 beschloss der Hauptvorstand, eine Volleyballabteilung zu gründen. Er hatte schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken gespielt, das Sportangebot im Verein zu vergrößern, zumal 1977 nach Gründung der Tennis- und der Basketballabteilung keine weitere Sportart Einzug in den Verein gefunden hatte. Zwei glückliche Umstände führten zu der Neugründung der Volleyballabteilung: Mit Hartmut Röhrich wurde ein Mann gefunden, der ausgebildeter Übungsleiter im Volleyball war und gleichzeitig die Abteilungsleitung übernehmen wollte. Außerdem waren zufällig Übungszeiten in den Turnhallen am Eppmannsweg und der Bergmannsglückstraße frei geworden.

So langsam reihte sich der SC Hassel in den Kreis der größten Amateurvereine Gelsenkirchens ein. Nach Stand vom 01.01.1992 verfügte der Verein über 1359 Mitglieder. (Fußball 655, Gymnastik 264, Tennis 259, Tischtennis 96 und Basketball 85)

Die Spielsaison 1991/92 in der Verbandsliga konnte trotz zwischenzeitlicher Hoffnungen auf den Aufstieg nur mit dem 4. Platz abgeschlossen werden.

Die Spielsaison 1992/93 verlief für die 1. Fußballmannschaft leider auch nicht so, wie es sich die Abteilungsleitung und auch die Zuschauer erhofft hatten. Am Ende sprang wieder nur ein 4. Tabellenplatz heraus.

 
 

Helmut Kulka 

 

Am 18.03.1993 verstarb kurz nach Vollendung des 73. Lebensjahres unser langjähriger Geschäftsführer Helmut Kulka. Er gehörte seit 1931 – also über 60 Jahre – unserem Verein als Mitglied an, übte von 1950 bis 1969 das Amt des Geschäftsführers ununterbrochen aus und wurde 1970 zum Ehrenmitglied ernannt. Er war außerdem viele Jahre in der Bezirksspruchkammer und in der Kreisspruchkammer tätig und war Mitbegründer des Buerschen Wanderpokals. Wir werden ihn stets in guter Erinnerung behalten.

 
 

Kooperationsvertrag mit VEBA OEL AG

Neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Sportverein haben die Veba Oel AG und der SC Hassel beschritten. Nach Beginn der Verhandlungen im Jahre 1992 konnte im Mai 1993 ein Kooperationsvertrag unterzeichnet werden mit dem Ziel, dass Mitarbeiter des Unternehmens und ihre Angehörigen die Sportangebote unseres Vereines nutzen können. Zu diesem Zweck wurde eine Veba Oel – Breitensportabteilung im SC Hassel gegründet. Der gemeinsame Sport soll die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander fördern und auch die nachbarschaftlichen Beziehungen mit den Hasseler Bürgern verbessern. „In der Firma lernt man immer nur den Mitarbeiter in seiner beruflichen Funktion kennen, während man beim Sport dem Privatmenschen näher kommt.“ beschrieb Dr. Manfred Krüper, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Veba OEL AG, den Sinn und Zweck des Sportangebotes für Mitarbeiter.  

 
   

 

Nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrages überreicht Dr. Manfred Krüper, Mitglied des Vorstandes und Arbeitsdirektor der VEBA OEL AG, dem Vereinsvorsitzenden Uwe Martin (rechts) symbolisch einen Fußball. Der Abteilungsleiter der neuen Veba Oel Breitensportabteilung, Walter Blum (links), hat sich als Vorsitzender des Betriebsrates der Hauptverwaltung erfolgreich für die Zusammenarbeit zwischen der VEBA OEL AG und dem SC Hassel eingesetzt.

 
  Diese beachtenswerte Zusammenarbeit hatte zur Folge, dass insbesondere in der Gymnastikabteilung neue Kurse eingerichtet wurden: Wirbelsäulengymnastik, Wassergymnastik, Konditionsgymnastik. Außerdem sollte noch ein Lauftreff und das Radwandern angeboten werden.

Im übrigen wurden Mitarbeiter der VEBA auch in bestehende Gruppen anderer Sportabteilungen aufgenommen.

Gründung einer Schachabteilung

Im Juli 1993 konnten wir die Gründung der 7. Sportabteilung im Verein vermelden, nämlich die der Schachabteilung. Es handelte sich hierbei allerdings nicht um eine reine Neugründung, sondern um Übernahme der Schachabteilung „ PSV Königsspringer Gelsenkirchen“. Die 1. Mannschaft hatte den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft, weitere drei Mannschaften kämpften um Meisterschaftspunkte. Es war keine Abwerbung sondern die Verantwortlichen der Abteilung des PSV sind an uns mit der Bitte herangetreten, die Abteilung bei uns aufzunehmen.

SC Hassel – größter Amateursportverein in Gelsenkirchen

Die Zusammenarbeit mit Veba führte dazu, dass wir auf einen Schlag 270 neue Mitglieder in die VEBA OEL Breitensportabteilung aufnehmen konnten. Da auch andere Abteilungen Zuwächse verzeichneten und die Schachabteilung neu gegründet wurde, konnten wir voller Stolz vermelden, dass unser Verein am 01.01.1994 zum mitgliederstärksten Amateursportverein in Gelsenkirchen mit exakt 1750 Mitgliedern herangewachsen war.  

Die Fußballabteilung hatte sich für die Saison 1993/94 den Aufstieg in die Amateur Oberliga zum Ziel gesetzt, zumal auf Grund der Wiedereinführung der Regionalligen drei Mannschaften aufsteigen konnten. Leider verhinderte das Verletzungspech und zum Teil überflüssige „Rote Karten“, dass im Jubiläumsjahr auch wieder ein Aufstieg gefeiert werden konnte.

 
   

Unsere Fußballmannschaft in der Saison 1993/94

 
   

 

Oben: J. Helmig, R. Komorniczak, M. Dier, T. Leske, T. Kortmann, T. Peter; Mitte Co Trainer S. Ulupinar, U. Renker, S. Urbanski, Trainer J. Kreuz, Unten: Masseur G. Nawroth, F. Bast, G. A. Dvorak, M. Manderla, T. Gietmann, D. Bruderek, S. Jankovic